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Aus dem AvU – Müller: «So wird Dübendorf zu einer Innovationsstadt»

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Auszug aus dem Anzeiger von Uster (AvU) vom 27.3.2018 (hier online):

«Was ist Ihnen wichtig? Was wollen Sie bewirken? Und wie sehen Sie die Stadt, in der Sie politisieren?»: Züriost stellt allen Kandidierenden für den Dübendorfer Stadtrat schriftlich dieselben zehn Fragen. An der Reihe ist heute Dominic Müller (CVP). Müller ist seit vier Jahren Stadtrat und steht dem Ressort Hochbau vor.

Die Stadt an der Glatt wächst vor allem an den Rändern massiv. Unterstützen Sie eine weitere Urbanisierung oder soll Dübendorf im Kern ein Dorf bleiben?
Dominic Müller: Die Stadt Dübendorf wird in Zukunft noch städtischer werden. Nun müssen wir uns um die Qualität dieser Entwicklung kümmern. So wird es uns auch gelingen, in unserem Zentrum auch noch etwas Dorfatmosphäre bewahren zu können.

Entgegen den Plänen von Bund und Kanton will der Stadtrat die Privatfliegerei vom Flugplatz Dübendorf fernhalten. Ist das Wunschdenken oder lohnt sich der Kampf?
Mit dem Konzept des historischen Flugplatzes mit Werkflügen hat der Bund die einmalige Gelegenheit eine Nutzungsform zu wählen, die von der Bevölkerung getragen wird. Es ist auch das einzige Konzept, das eine optimale Kombination mit dem Innovationspark ermöglicht. Daher hat das Konzept gute Chancen.

In den nächsten Jahren kommen grosse Investitionen auf Dübendorf zu. Was ist nötig, damit die Stadt das finanziell verkraftet?
Im Idealfall werden steigende Steuererträge aus dem Wachstum der Stadt diese Investitionen abfedern. Sollte dies nicht der Fall sein, braucht es zusätzliche, temporäre Steuererhöhungen  mit konkretem Bezug zu den Investitionsprojekten, damit diese finanziert werden können.

Wenn Sie gewählt werden: Welche Themen setzen Sie auf die politische Agenda? 
Ich setze mich dafür ein, dass in die Stadt Dübendorf investiert und dabei die Qualität der Entwicklung gesichert wird. Verdichtung braucht eine gute Infrastruktur und muss mit hochwertigen Freiräumen kompensiert werden, damit sie funktioniert. Dazu gehört zum Beispiel der Glattraum als unser Stadtpark oder auch ein attraktiver Bahnhofplatz. Dabei soll die ganze Bevölkerung an dieser Stadtentwicklung teilhaben. Dübendorf soll ein noch aktiverer Partner der Entwicklungen rund um Empa und Eawag mit dem Innovationsgebäude Nest werden und an der Entwicklung des nationalen Innovationsparks auf unserem Flugplatzareal mitmachen. So wird Dübendorf zu einer Innovationsstadt und der Pioniergeist aus den Anfängen der Fliegerei kann wieder aufleben in den Gebieten, wo es heutzutage Pioniere braucht.

Was mögen Sie an Dübendorf, und was nicht?
Ich mag Dübendorf genau so, wie es ist. Ich würde mir einzig in der Politik noch etwas mehr Grosszügigkeit und Investitionsbereitschaft in zukunftsgerichtete Entwicklungen wünschen.

Wie schätzen Sie Sicherheit und Sauberkeit in Dübendorf ein?
Insgesamt sind Sicherheit und Sauberkeit auf einem guten Niveau. An wenigen konkreten Brennpunkten, wie etwa der Bahnhofunterführung, besteht Handlungsbedarf. Massnahmen zur Verbesserung sind aber auch bereits eingeleitet.

Existieren in Dübendorf genügend Angebote in den Bereichen Kultur, Gastronomie, Vereinsleben, Sport?
Es gibt aktuell ein solides Angebot in den meisten Bereichen. Wir müssen nun das Niveau halten und punktuell mit der Stadt mitwachsen, zum Beispiel durch den Erweiterungsbau der Oberen Mühle. Mit den aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen sind einige Vereine mit finanziellen und personellen Ressourcenproblemen herausgefordert. Die Vereinsförderung der Stadt muss mithelfen, auf diese Veränderungen eine Antwort zu finden.

Gibt es in Dübendorf ausreichend günstigen Wohn- und Gewerberaum?
Bezahlbarer Wohnraum für den Mittelstand ist knapp. Eine Förderung von Wohnungen nach dem Prinzip der Kostenmiete kann etwas Gegensteuer geben. Bei der zukünftigen Vergabe von städtischem Bauland im Baurecht oder bei Anpassungen an der Bau- und Zonenordnung sollen die Möglichkeiten dazu genutzt werden.

Die Sozialabteilung in Dübendorf wird immer wieder öffentlich kritisiert. Läuft da etwas falsch oder ist die Kritik unbegründet?
Die Sozialabteilung wird regelmässig von den Aufsichtsgremien kontrolliert. Wenn Klienten nicht korrekt behandelt werden, kümmert sich die neu geschaffene Ombudsstelle um diese Fälle und stösst bei Bedarf entsprechende Massnahmen an. Damit müsste die Qualitätssicherung gewährleistet sein.

Wie beurteilen Sie die Situation der verschiedenen Verkehrsteilnehmer in Dübendorf?Das Gesamtverkehrskonzept ist ein guter, strukturierter Ansatz, der für alle laufend Verbesserungen bringt. Dazu gehört zum Beispiel die geplante Steuerung des Durchgangsverkehrs zur Entlastung des lokalen Autofahrers. Es gibt aber immer noch viel umzusetzen, so die Begegnungszone bei den Bushaltestellen am Bahnhof. Auch in den Quartieren sollen die Strassen, die nicht dem Durchgangsverkehr dienen, durch punktuelle Begegnungszonen wieder mehr zu Lebensräumen werden.

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