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Worte zur Eröffnung des Umweltvelowegs am Kriesbach

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Eine Erlebnisstation auf Kilometer 87 von 100. Ein guter Ort für eine letzte Rast vor dem Endspurt. Und die kleine Vorstadtoase hier am renaturierten Kriesbach eignet sich bestens für eine solche Rast.

Geschätzte Damen und Herren

Im Namen des Stadtrats der Stadt Dübendorf, heisse ich Sie herzlich willkommen in der letzten bzw. ersten Agglostadt vor den Toren der Stadt Zürich. Wir sind Periurban oder vielleicht eher Suburban – im Fachjargon der Städtebauer.

Sie sind hier in der viertgrössten Stadt des Kantons Zürich, in der boomenden Region Glattal. Und es freut und ehrt uns, dass Sie uns als einen von sechs Stationen entlang des 100 Kilometer langen Umweltvelowegs ausgewählt haben.

Vielleicht haben Sie uns als Standort gewählt, weil wir schon bald die Grenze von 28’000 Einwohner überschritten haben und auf die 30’000 zu steuern?

Vielleicht haben Sie uns als Standort gewählt, weil wir mit dem Einhorn, ein Tier im Wappen haben, das offensichtlich in gewissen Kreisen gerade einen Hype erlebt?

Oder vielleicht haben Sie uns gewählt, weil wir bald, gleich da hinten, mit einem 100m Hochhaus, einer der höchsten Wohntürme der Schweiz haben werden?

Nein, natürlich ist die Erlebnisstation hier, weil mit der Empa und der Eawag zwei führende Schweizer Forschungsinstitute bei uns zuhause sind.

Auf diesen beiden sind wir sehr stolz. Sie begründen den Innovationsplatz Dübendorf. Er hat damit begonnen, dass Aviatik Pioniere auf unserem Flugplatz zuhause waren und die ersten Hüpfer gemacht haben. Und er wird durch den nationalen Innovationspark, der auf dem Areal von eben dem selben Flugplatz entstehen wird, weit herum sichtbar und gewinnt an Strahlkraft.

Wenn ich mir die beiden Themen der Erlebnisstation anschaue, Wasser und Verkehr, dann sind sie für uns als Dübendorf durchaus sehr aktuell und prägend.

Nehmen wir zuerst das Thema Wasser.

Dübendorf ist nicht nur am Fluss Glatt, der unser Stadt in zwei Hälften teilt und dadurch das Ortsbild massgeblich prägt, und umgekehrt einen wertvollen Erholungsraum in der städtischen Dichte bietet. Dübendorf nennt sich sogar offiziell «Dübendorf, die Stadt an der Glatt…»

Im Weiteren ist bemerkenswert, dass bei uns das Trinkwasser als eine von wenigen Städten sehr erfolgreich durch eine eigenständige Genossenschaft verwaltet wird.

Aber es gibt auch ganz aktuelle Projekte rund ums Wasser.

So z.B. die ARA Neugut, die Abwasserreinigungsanlage von Dübendorf, Dietlikon und Wangen-Brüttisellen – auf Dübendorfer Gemeindegebiet gut fünf hundert Meter hier den Bach hinunter. Sie hat vor zwei Jahren als eine der Pionieranlagen in der Schweiz die Ozonierung eingeführt. Ein Vorzeigeobjekt, das international Besucher anzieht.

Oder ganz aktuell, war vor knapp drei Wochen der Spatenstich für das Urban Farming Projekt, gleich drei hundert Meter hier den Bach hinunter, auf halbem Weg zwischen Eawag und der genannten ARA. Dort werden erstmals in einer substanziell grossen Anlage Fische und Gemüse in einem gemeinsamen Wasserkreislauf vor Ort gezüchtet.

Sie sehen also, Wasser spielt auch neben der Eawag eine Rolle als Treiber von unserer Innovationsstadt.

Beim Thema Verkehr geht es uns wie vielen anderen Städten auch. Autostrassen prägen unser Stadtbild und sind immer wieder ein Politikum. Anders als in politisch links geprägten Grossstädten, wie unserer Nachbarstadt Zürich, gilt bei uns als bürgerlich dominierte Vorstadt das Primat des motorisierten Individualverkehrs. Bei uns wird jeder Parkplatz politisch verteidigt und dies erfolgreich.

Nun zum Thema Verkehr und Innovation wir haben wir noch unsere zwei Elektroparkplätze auf städtischem Grund zu nennen. Zugegeben, das ist in der Zwischenzeit mässig innovativ.

Aber, dank der Empa, haben wir doch auch beim Thema Verkehr noch ein Vorzeigeprojekt. Seit ein paar Monaten haben wir bei uns im Tiefbauamt ein Wasserstoffbetriebenes Reinigungsfahrzeug im Einsatz. Als Praxistest. Dank der entsprechenden Tankstelle gleich hier um die Ecke.

Wir machen damit sehr gute Erfahrungen. Einzig die Klimanalage fehlt, wurde mir gesagt. An Sommertagen bei dreissig Grad würde es daher unerträglich heiss in der Kabine. Ich denke, dieses Problem lässt sich aber prinzipiell lösen.

Sie sehen also, die beiden Themen Verkehr und vor allem Wasser passen nicht nur wegen der Empa und Eawag sehr gut hier hin, sondern auch weil die Innovationsstadt Dübendorf dazu in verschiedene Formen engen Bezug hat.

In diesem Sinn, herzlichen Dank für die Standortwahl und das Engagement der Initianten.

Und vor allem, ganz herzlich willkommen an Sie alle und an alle, die in Zukunft diesen Veloweg nutzen werden!

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Dominic Müller

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